Der Digitaltag 2018 der Europäischen Kommission hat laut einer Pressemitteilung zur Gründung einer europäischen Blockchain-Partnerschaft bestehend aus 22 Ländern geführt.



In seiner gestrigen Rede forderte der Vizepräsident der Europäischen Kommission Europa auf, im Bereich der digitalen Technologien führend zu werden, indem es an der Entwicklung der Blockchain-Innovation und der künstlichen Intelligenz (KI) arbeitet.

In der Pressemitteilung heißt es, dass die Partnerschaft ein Instrument der Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedstaaten sein wird, um Erfahrungen und Fachwissen in technischen und regulatorischen Bereichen auszutauschen und die Einführung von EU-weiten (Blockchain-)Anwendungen im gesamten digitalen Binnenmarkt zum Nutzen des öffentlichen und privaten Sektors vorzubereiten.

Die für digitale Wirtschaft und Gesellschaft zuständige Kommissarin Mariya Gabriel sprach über das Potenzial der Blockchain-Technologie für die Integration in die bestehende Industrie:

In Zukunft werden alle öffentlichen Dienste die Blockchain-Technologie von nutzen. Blockchain ist eine große Chance für Europa und die Mitgliedstaaten, ihre Informationssysteme zu überdenken, das Vertrauen der Nutzer und den Schutz personenbezogener Daten zu fördern, neue Geschäftsmodelle zu schaffen und neue Führungsbereiche zum Nutzen der Bürger, der öffentlichen Dienste und der Unternehmen zu schaffen.

Das Thema der Regulierung der Blockchain-Technologie wurde auch in der Pressemitteilung angesprochen, in der es hieß, dass die Partnerschaft „zur Schaffung eines günstigen Umfelds beitragen wird, in voller Übereinstimmung mit dem EU-Recht und mit klaren Governance-Modellen, die dazu beitragen werden, dass Dienste, die Blockchain nutzen, in ganz Europa gedeihen“. Die Kommission berichtete Anfang März, dass sie einen EU-weiten Fintech- und Blockchain-Rahmen veröffentlichen werde.

Die Teilnehmerstaaten, die die Erklärung für die Blockchain-Partnerschaft unterzeichnet haben, sind: Belgien, Bulgarien, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Irland, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Schweden, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechische Republik und das Vereinigte Königreich.

In der Pressemitteilung wird hinzugefügt, dass auch andere Mitglieder der EU und des Europäischen Wirtschaftsraums zur Teilnahme eingeladen sind.

Anfang Februar rief die Europäische Kommission das EU-Blockchain-Observatorium und -Forum ins Leben, das Gabriel als „eines der weltweit umfassendsten Repositorien für Erfahrungen und das Fachwissen von Blockchain“ bezeichnete.

In der Pressemitteilung wird festgestellt, dass die Kommission mehr als 80 Mio. Euro in Blockchain-Projekte investiert hat, wobei bis 2020 rund 300 Mio. Euro für die Blockchain-Entwicklung bereitgestellt werden sollen.



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Veröffentlicht von Simon

Gründer von TheCoinGossip. Ich interessiere mich bereits seit 2011 für Kryptowährungen und fasziniere mich für die Blockchain-Technologie.