Die liechtensteinische Regierung wird neue Gesetze zur Regulierung von Blockchain-Geschäftsmodellen und zugrunde liegenden Blockchain-Systemen einführen, kündigte Ministerpräsident Adrian Hasler in einer Rede auf dem Finance Forum in Vaduz an.



Der Gesetzentwurf wird im Sommer 2018 vorgelegt und ist so konzipiert, dass Geschäftsmodelle auf Basis der Blockchain-Technologie so integriert werden, dass Rechts- und Regulierungssicherheit für Unternehmen und Kunden gegeben ist.

„Die geplanten Regelungen werden uns zu einer der ersten Nationen weltweit machen, die dieses Thema auf breiter Basis regeln und damit den Grundstein für umfangreiche wirtschaftliche Anwendungen legen“, sagte Hasler in seiner Rede auf dem Finance Forum in Vaduz.

Hasler erkannte die Vielfalt der Anwendungen für die Blockchain-Technologie an und sagte: „[Es ist] nicht nur für Kryptowährungen wie Bitcoin, sondern hat auch einige andere [Anwendungen]“. Auch andere Assets wie Immobilien, Autos, Musiklizenzen oder Wertpapiere könnten in naher Zukunft über Blockchain-Technologien gehandelt werden.

Hasler prognostiziert, dass große Teile der wirtschaftlichen Prozesse und Finanzdienstleistungen über Blockchain-Handels- und Dienstleistungssysteme abgewickelt werden. Die staatliche Innovationsförderung gilt als strategischer Erfolgsfaktor.

Weder der Handel mit digitalen Währungen noch deren Verwendung als Zahlungsmittel unterliegen derzeit besonderen Lizenzbestimmungen. Die Finanzmarktaufsicht Liechtensteins (FMA) hat nur zwei kurze Broschüren über Kryptowährungen und ICOs veröffentlicht.

Das Fürstentum Liechtenstein, dessen angebliche Steuerhinterziehungsmodelle und anonyme Einlagen es zu einem idealen Steuerparadies machen, hat sich zu einem wichtigen Finanzplatz in Europa entwickelt. Es wird erwartet, dass der kleine Staat auch in der Fintech-Industrie eine wichtige Rolle spielen wird. Anfang dieses Monats hat die liechtensteinische Kreditbank Frick bekannt gegeben, dass sie nun Direktinvestitionen und Cold Storage Speicherung für fünf Kryptowährungen anbietet.

Liechtenstein lässt sich von der nahen Schweiz inspirieren, deren Kanton Zug unter dem Namen „Crypto Valley“ bekannt geworden ist, und zieht mehrere Fintech-Unternehmen an, die sich hier ansiedeln und Geschäfte machen.

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Veröffentlicht von Simon

Gründer von TheCoinGossip. Ich interessiere mich bereits seit 2011 für Kryptowährungen und fasziniere mich für die Blockchain-Technologie.