Der Markt für Kryptowährungen boomt, auch dank der massiven Kurssteigerungen von Bitcoin und anderen Altcoins im Jahresverlauf 2017.



Ende 2017, als Bitcoin im Bereich von $20.000 je Coin gehandelt wurde, stieg das 24-Stunden-Handelsvolumen auf dem Krypto-Währungsmarkt auf bis zu $70 Milliarden. Gleichzeitig sprangen Hunderttausende von neuen Nutzern auf den Zug auf. Teilweise konnten Kryptobörsen wie Coinbase über 100.000 Registrierungen von neuen Nutzern an einem einzigen Tag verzeichnen. Dies stellte die Börsen vor große Herausforderungen, da deren Rechenkapazitäten und Anzahl an Mitarbeiter nicht auf den massiven Ansturm vorbereitet waren. Nicht wenige Börsen sperrten Neuregistrierungen.

Seit Anfang 2018 sind die Volumina der täglichen Handelsvolumen wieder gesunken. Dennoch sind sie mit rund 20 Milliarden Dollar immer noch viermal so hoch wie im November letzten Jahres. Aber die Abschwächung des Marktes hat den Kryptobörsen die Chance gegeben, etwas durchzuatmen und die Erweiterung der Infrastrukturen sowie den Ausbau von Mitarbeiterkapazitäten voranzutreiben.

Coinbase, Kraken und Circle, die kürzlich die Übernahme der Kryptbörse Poloniex bekannt gaben, wollen alle ihre Mitarbeiterzahl im Jahr 2018 verdoppeln. Viele dieser Positionen werden im Backoffice angesiedelt sein und an der Entwicklung und dem Ausbau der Systeme arbeiten, um Ausfälle durch Systemengpässe wie in 2017 zu vermeiden. Eine weitere Priorität ist die Verstärkung des Kundensupports.

„Wir verdoppeln effektiv die Anzahl der Mitarbeiter von etwa 250 auf 500“, sagte Dan Romero, VP und General Manager bei Coinbase in San Francisco, gegenüber Business Insider.

Das Unternehmen hat mehr als 50 Stellenangebote bei LinkedIn, die von Compliance über Tech Customer Services bis hin zu Human Resources reichen.

Ähnlich sieht es bei Kraken, ebenfalls eine US Börse, aus. Laut internen Informationen steuert man mit hohem Tempo auf die Zahl 1.000 Mitarbeitern zu und wird im Jahre 2018 bis zu 800 neue Mitarbeiter einstellen.

Sean Neville, der Mitgründer von Circle, teilte mit, dass das Unternehmen, das aktuell weniger als 200 Mitarbeiter beschäftigt, seine Mitarbeiterzahl innerhalb eines Jahres verdoppeln wird.

„Es gibt einiges zu tun, wenn es darum geht, Kunden-Support-Anfragen und technische Probleme anzugehen“, sagte Neville.

Es besteht kein Zweifel, dass die Einstellung neuer geeigneter Mitarbeiter eine große Herausforderung sein wird. Mitarbeiter im Krypto- und Blockchain-Bereich sind rar gesät und auf dem Arbeitsmarkt stark umkämpft.



„Es herrscht ein erheblicher Mangel an Menschen, die über ausreichend Kenntnisse in diesem Bereich verfügen“, sagte Mike Poutre, der Chief Executive von The Crypto Company, einem Krypto-Beratungsunternehmen. „Viele Personen, die sich mit diesen Themen auskennen, sind finanziell ziemlich unabhängig.“

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Veröffentlicht von Simon

Gründer von TheCoinGossip. Ich interessiere mich bereits seit 2011 für Kryptowährungen und fasziniere mich für die Blockchain-Technologie.